FCL-Wunder blieb offline


Roman Spirig
Sport / 08.08.19 23:00

Der FC Luzern hat im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Espanyol Barcelona die Überraschung verpasst. Die Zentralschweizer verloren zuhause 0:3 und reisen nächste Woche fast ohne Hoffnung zum Rückspiel nach Spanien.

FCL-Wunder blieb offline (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
FCL-Wunder blieb offline (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

  • FCL-Keeper Marius Müller ist nach dem 0:3 gegen Espanyol nicht vollends unzufrieden. Im Interview mit Central-Sunshine FCL-Reporter Sepp Odermatt erklärt er seine Sicht der Dinge. 

Vor eigenem Anhang fiel Luzern gegen den Siebten der spanischen Meisterschaft optisch lange nicht sonderlich ab. In Sachen Effizienz aber erteilte Espanyol der Mannschaft von Trainer Thomas Häberli eine Lehrstunde. Die Katalanen erspielten sich mit scheinbar minimalem Aufwand und beinahe maximalem Ertrag eine überaus komfortable Ausgangslage für das Rückspiel am nächsten Donnerstag in Spanien.

Facundo Ferreyra nutzte nach 28 Minuten Espanyols erste Torchance zur Führung, Didac Vila nach einer Stunde die dritte aus spitzestem Winkel zum 2:0, der eingewechselte Matias Vargas in den Schlussminuten mit einem herrlichen Innenristschuss aus der Distanz die vierte zum Schlussergebnis. Es waren allesamt sehenswerte Treffer. Zum 0:1 halfen aber zwei kleine Unachtsamkeiten von Lazar Cirkovic mit. Der Luzerner Innenverteidiger ermöglichte den gegnerischen Angriff, indem er sich beim Pass auf Ferreyra verschätzte. Sekunden später verlor er Ferreyra vor der massgeschneiderten Flanke Oscar Melendos einen kurzen Moment aus den Augen.

Seinerseits konnte Luzern die in den bisherigen Spielen offenbarte ungenügende Dynamik im Offensivspiel nicht abstreifen. Nur einmal kam das Heimteam vor gut 9000 Zuschauern gefährlich vors gegnerische Tor. Otar Kakabadse fand in der 39. Minute einen Weg in den Strafraum und zog aus spitzem Winkel ab, Shkelqim Demhasaj verpasste den Abpraller. Ein von Diego Lopez locker gehaltener Freistoss von Tsiy Ndenge und ein nicht sauber getroffener Weitschuss von Kakabadse blieben ansonsten die einzigen Offensivszenen Luzerns.

Erwartungsgemäss waren die Katalanen bedeutend mehr im Ballbesitz und bewegten sich technisch auf einem anderen Niveau. Doch die defensive Stabilität, welche die Mannschaft von Thomas Häberli in den bisherigen Spielen der Saison auszeichnete, war mit den besagten Ausnahmen auch gegen Espanyol gegeben. Der bislang klar stärkste Gegner der Luzerner in diesen Wochen kam nicht zu vielen Torchancen, diese nutzte er aber resolut. Einzig Borja Iglesias, Espanyols am höchsten gehandelter Stürmer, um den sich Transfergerüchte ranken, sündigte einmal vor dem Luzerner Tor. Marius Müller parierte Iglesias' Direktabnahme aus kürzester Distanz mit geschicktem Stellungsspiel.

(sda)


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