Fabienne Schlumpf mit starker Leistung in den Final


Roman Spirig
Sport / 10.08.18 15:19

Fabienne Schlumpf hat an den Europameisterschaften in Berlin über 3000 m Steeple mit einer eindrücklichen Leistung den Final vom Sonntag erreicht. Die 17-jährige Nachwuchshoffnung Delia Sclabas war über 1500 m chancenlos.

Fabienne Schlumpf mit starker Leistung in den Final  (Foto: KEYSTONE / EPA / FILIP SINGER)
Fabienne Schlumpf mit starker Leistung in den Final (Foto: KEYSTONE / EPA / FILIP SINGER)

Schlumpfs Ziel ist eine Medaille. Daran änderte nichts, dass die Vorbereitung wegen einer Sehnenentzündung am Fuss nicht plangemäss verlaufen war. Nun unterstrich die 27-jährige Zürcherin eindrücklich, dass sie trotz des Rückschlags für die EM bereit ist. Schlumpf lief im Vorlauf mehrheitlich an der Spitze und gewann souverän. Mit 9:32,32 Minuten blieb sie um 7,57 Sekunden unter ihrer Saisonbestleistung und war auch schneller als die Siegerin in der ersten Serie, die Norwegerin Karoline Bjerkeli Grövdal (9:34,23), die Nummer 1 in der europäischen Saisonbestenliste.

Da sich Schlumpf nicht auf ein Bummelrennen einlassen wollte, übernahm sie selber das Diktat. "So hatte ich Platz und konnte mein Rennen machen", sagte sie. "Ich fühlte mich gut. Es scheint so, als wäre ich auf den Punkt fit." Jedenfalls hat sie gemäss eigener Aussage noch Luft nach oben. Schlumpfs Klubkollegin Chiara Scherrer, die zum ersten Mal an Europameisterschaften dabei ist, schied mit einer Zeit von 9:47,46 Minuten als Gesamt-21. aus. 15 Läuferinnen erreichten den Final.

Delia Sclabas zahlte bei ihrem EM-Debüt Lehrgeld. Die 17-jährige Bernerin belegte in ihrer Serie über 1500 m den 10. und drittletzten Platz. Die persönliche Bestleistung verpasste sie mit 4:13,47 Minuten um 3,37 Sekunden. "Ich konnte am Ende nicht so beschleunigen wie gewohnt", erklärte Sclabas. Selbstredend hätte sie gerne mehr gezeigt, dennoch ist sie mit der Saison "mega zufrieden". Schliesslich hat sie Mitte Juli an den U20-Weltmeisterschaften in Tampere mit Bronze über 800 und 1500 m brilliert. In der Zukunft dürfte mit Sclabas auch bei den "Grossen" zu rechnen sein.

Die 4x400-m-Staffel der Schweizerinnen verpasste den Final mit 3:32,86 Minuten als Zehnte der Vorläufe um 75 Hundertstel. Die Männer wurden nach einer Rempelei mit einem Schweden disqualifiziert. Nicole Zihlmann (61,67/26.) war in der Qualifikation im Hammerwurf ebenso chancenlos wie Dominik Alberto (5,16/31.) im Stabhochsprung.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Lüthi auch in Motegi ohne Punkte - Aegerter immerhin 13.
Sport

Lüthi auch in Motegi ohne Punkte - Aegerter immerhin 13.

Auch im Grand Prix von Japan blieben die Schweizer Fahrer blass. Tom Lüthi klassierte sich im MotoGP-Rennen in Motegi nur im 20. Rang. In der Moto2-Klasse gab es für Dominique Aegerter als 13. wieder einmal Punkte, nicht so aber für Jesko Raffin (20.).

Marquez verwertet ersten Matchball: Mit Sieg zu siebtem WM-Titel
Sport

Marquez verwertet ersten Matchball: Mit Sieg zu siebtem WM-Titel

Marc Marquez hat in Motegi gleich den ersten Matchball verwertet und sich im Grand Prix von Japan, dem viertletzten Rennen der Saison, mit dem achten Saisonsieg zum neuerlichen MotoGP-Weltmeister gekrönt. Für den 25-jährigen Honda-Werkfahrer und 69-fachen GP-Sieger aus Spanien ist es bereits der siebte WM-Titel, der fünfte in der Königsklasse nach 2013, 2014, 2016 und 2017.

Harry und Meghan legen Kranz an Kriegsdenkmal in Sydney nieder
International

Harry und Meghan legen Kranz an Kriegsdenkmal in Sydney nieder

Prinz Harry hat für die Eröffnung einer Ausstellung an einem Kriegsdenkmal in Sydney seine Militäruniform angezogen. Bei der Zeremonie am Samstag legten Harry (34) und seine schwangere Ehefrau Meghan (37) einen Kranz am Anzac Memorial im Hyde Park nieder.

Kloten verliert auch in der Ajoie
Sport

Kloten verliert auch in der Ajoie

Der EHC Kloten findet in der Swiss-League-Meisterschaft vorerst noch nicht aus der Krise. Die Klotener bezogen in Pruntrut gegen Ajoie mit 2:4 die sechste Niederlage hintereinander.