Es bleibt beim Zweikampf


Roman Spirig
Sport / 13.09.18 16:39

Viele Transfers, namhafte Rücktritte: Das NLA-Unihockey der Frauen ist im Wandel. Die Favoriten bleiben aber die gleichen. Piranha Chur peilt die Titelverteidigung an, Dietlikon will es verhindern. Prekär sieht es bei den Red Ants Winterthur aus.

Es bleibt beim Zweikampf  (Foto: KEYSTONE / MELANIE DUCHENE)
Es bleibt beim Zweikampf (Foto: KEYSTONE / MELANIE DUCHENE)

Erneut war viel los bei Piranha Chur im Sommer. Acht Abgänge und ein Trainerwechsel kumulierten sich diesmal. Und doch starten die Bünderinnen am Samstag gegen Emmental Zollbrück durchaus gerüstet und als Topfavorit in die neue Saison. Sie improvisierten geschickt.

An der Bande beerbte der als Taktikfuchs angepriesene Daniel Darms Mirco Torri (neu Bern-Burgdorf), den Abgängen unter anderem der Nationaltorhüterin Lara Heini und den Internationalen Nathalie Spichiger und Priska von Rickenbach stehen namhafte Zuzüge gegenüber. Aus Finnland kam die Verteidigerin Sinni Nieminen, aus Schweden die Stürmerin Mari Aanerud, dazu von den serbelnden Red Ants die Nationalspielerinnen Margrit Scheidegger und Géraldine Rossier. Das grösste Fragezeichen sitzt bei den Churerinnen im Tor. Dort muss die von Dietlikons Ersatzbank gekommene Jill Münger die nach Schweden gewechselte Lara Heini vertreten.

Der umformierte Titelhalter, der vor einem Jahr die Rücktritte eines kompletten Blocks der erfolgreichsten Jahre mit dem Meistertitel und dem Cupsieg beantwortete, steigt auch deshalb als Favorit ins Rennen, weil der Dauerrivale Dietlikon ebenfalls nicht ohne einschneidende Veränderungen durchkam. Die Zürcherinnen, die im Zuge einer Fusion neu unter dem Namen Kloten-Dietlikon Jets auflaufen, nehmen die Spielzeit 2018/19 ohne die abgetretenen Teamstützen Janine Wüthrich, Tanja Stella und Andrea Streiff, dafür mit drei neuen Ausländerinnen und insgesamt acht Zuzügen sowie einem zusätzlichen Trainer in Angriff. Der von Bern-Burgdorf gekommene Tscheche Radomir Malecek und die bisherige Chefin Simone Berner teilen neu das Coaching.

Während die beiden Superfinal-Plätze auch in dieser Saison reserviert sein dürften, hält dahinter Bern-Burgdorf die besten Karten im Dreikampf um die Halbfinals mit Emmental Zollbrück und Berner Oberland. Der einstige Branchenführer kämpft derweil um den Anschluss. Über ein Dutzend Spielerinnen wandten sich im Zuge einer beispiellosen Kettenreaktion von den Red Ants Winterthur ab, darunter fast die kompletten ersten beiden Blöcke. Nur drei Zuzüge wurden bislang vermeldet. "Auf dem Papier sind die Red Ants zum jetzigen Zeitpunkt ein Playoutkandidat", schreibt das Fachmagazin "unihockey.ch".

Neu in der Liga ist mit Laupen eines der Schweizer Überraschungsteams schlechthin. Yves Kempf führte die Frauen-Equipe des Hobby-Vereins von der 1. Liga in die NLA, ohne dass dabei teure Transfers getätigt wurden. Im Kampf um den Ligaerhalt muss der Underdog primär gegen die direkten Konkurrenten Winterthur, Zug, Aergera und Frauenfeld so oft wie möglich punkten.

(sda)


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