Entscheidung im Ring: Eidgenössisches geht in die Schlussrunde


Eliane Schelbert
Schwingen / 25.08.19 08:17

Wer wird wem im Schlussgang das Sägemehl vom Rücken wischen und als Schwingerkönig vom Platz gehen? Der Tag der Entscheidung am Eidgenössischen Schwingfestes in Zug hat am Sonntagmorgen mit dem Ausstich begonnen. Erneut vor über 56'000 begeisterten Zuschauern.

Entscheidung im Ring: Eidgenössisches geht in die Schlussrunde (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Entscheidung im Ring: Eidgenössisches geht in die Schlussrunde (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Wolkenlos zeigte sich der Morgen des entscheidenden Tages, in Scharen strömten die Schwingfans in die Riesenarena in der Zuger Herti, die von der Morgensonne beleuchtet wurde. Die Stimmung auf dem Festgelände war heiter, auch in der Public-Viewing-Arena versammelten sich erste Zuschauer, die sich einen Platz sicherten.

Nach einer wohl langen Nacht war das Festgelände beim Eintrudeln der ersten Fans am Sonntagmorgen erneut makellos aufgeräumt. Aus Sicht der Behörden verlief auch die zweite Partynacht mehrheitlich ruhig. Vereinzelt kam es laut Polizei in den Festzelten zu Streits und Prügeleien. 17 Menschen mussten ins Spital, vor allem wegen Blessuren. Drei Personen erlitten bei Stürzen schwerere Verletzungen.

Zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen seien an den Sanitätsposten des Grossanlasses rund 170 Personen behandelt worden, teilten die Zuger Behörden mit.

Das Schwingfest hatte am Freitagnachmittag mit dem Festumzug und dem Fahnenempfang begonnen. Am Freitag pilgerten 110'000 Personen nach Zug, am Samstag gar 170'000, wie OK-Präsident Heinz Tännler am Sonntagmorgen vor den Medien sagte. Das OK rechnet für Sonntag mit 150'000 Besuchern, so dass insgesamt gegen 430'000 Personen das Schwing- und Älplerfest in Zug besucht haben werden.

Der eigentliche Höhepunkt ist der Schlussgang am heutigen Sonntagnachmittag, wenn der Schwingerkönig gekürt wird. Unter den Zuschauern soll auch Fürst Albert von Monaco sein, wie Tännler am Samstag sagte. Am ersten Schwingtag sass bereits der König von Tonga auf der Zuschauertribüne.

(sda)


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