Der Hollywood-Glanz am Lago Maggiore: Ethan Hawke in Locarno


Roman Spirig
Schweiz / 08.08.18 18:38

Ethan Hawke ("Boyhood") ist am (heutigen) Mittwoch am 71. Filmfestival Locarno zu Gast. Der US-amerikanische Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur zeigt dort ausserhalb der Wettbewerbe den von ihm inszenierten Spielfilm "Blaze".

Der Hollywood-Glanz am Lago Maggiore: Ethan Hawke in Locarno  (Foto: KEYSTONE /  / )
Der Hollywood-Glanz am Lago Maggiore: Ethan Hawke in Locarno (Foto: KEYSTONE / / )

Am Abend soll er ausserdem mit dem Ehrenpreis des Festivals ausgezeichnet werden.

"Blaze" handelt vom weithin vergessenen Singer-Songwriter Blaze Foley (1949-1989). Ethan Hawke ist es darauf angekommen, "einen Film über einen Musiker zu machen, bei dem die Musik die Hauptrolle spielt", sagte der 47-Jährige auf einer Pressekonferenz. Gefragt, ob der Film auch eine politische Botschaft habe, antwortete er: "Das Leben an sich ist Politik, unser aller Leben. Wenn wir in einem Film über uns und unser Leben erzählen, sind wir automatisch politisch."

Ruhm interessiere ihn nicht, sagte Hawke: "Ich mache, was ich machen muss. Jetzt also diesen Film. Dabei erfüllt es mich mit Stolz, wenn die Zuschauer das Gefühl bekommen, regelrecht in den Film hineinkriechen zu wollen." Als das Wesentliche beim Filmdreh nannte er die Teamarbeit: "Das Miteinander, das gemeinsame Arbeiten, ist für mich das Entscheidende."

Zur Auszeichnung mit dem "Excellence Award" des Festivals sagte Ethan Hawke scherzhaft: "Es ist eine grosse Freude. Aber da kriege ich nun eine Auszeichnung für meine Arbeit, für etwas, das für mich ganz selbstverständlich zu mir gehört. Es ist ein bisschen so, als bekäme ich einen Preis dafür, dass ich eine Nase im Gesicht habe."

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Merkel und Macron besiegeln neuen Freundschaftsvertrag
International

Merkel und Macron besiegeln neuen Freundschaftsvertrag

Exakt 56 Jahre nach Unterzeichnung des Élysée-Vertrages haben Deutschland und Frankreich einen neuen Freundschaftspakt besiegelt. In Aachen setzten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron ihre Unterschriften unter den neuen Vertrag.

Schwyz weibelt erfolgreich für kürzere Strassensperrung bei Gersau
Regional

Schwyz weibelt erfolgreich für kürzere Strassensperrung bei Gersau

Sechs Wochen statt vier Monate: Das Luzerner Baudepartement sperrt die Strasse zwischen Vitznau LU und Gersau SZ weniger lang als ursprünglich geplant. Einem neuen Tragsystem sei Dank, kann einer Forderung aus dem Kanton Schwyz nachgekommen werden.

Ronaldo muss 18,8 Millionen Busse bezahlen
Sport

Ronaldo muss 18,8 Millionen Busse bezahlen

Cristiano Ronaldo hat am Dienstag vor einem Gericht in Madrid eine Busse von 18,8 Millionen Euro und eine zur Bewährung ausgesetzte Gefängnisstrafe von zwei Jahren akzeptiert. Der 33-jährige Portugiese, der im vergangenen Sommer von Real Madrid zu Juventus Turin gewechselt hatte, einigte sich mit den spanischen Behörden auf auf diesen Vergleich.

Schwyzer Gericht bestätigt Ungültigkeit von Lachener Initiative
Regional

Schwyzer Gericht bestätigt Ungültigkeit von Lachener Initiative

Die in der Gemeinde Lachen eingereichte Initiative "Attraktivität für alle" ist ungültig. Dies hat nach dem Gemeinderat auch das Schwyzer Verwaltungsgericht festgestellt.