CVP Luzern legt sich für den zweiten Wahlgang nicht fest 


Ladina Meyer
Regional / 03.04.19 02:07

Die grüne Korintha Bärtsch, die im ersten Wahlgang der Luzerner Regierungsratswahlen viele Stimmen geholt hat, erhält für den zweiten Wahlgang vom 19. Mai keine Unterstützung der CVP und FDP. Die Delegierten von CVP und FDP haben entschieden, für die 34-jährige Stadtluzernerin keine Wahlempfehlung abzugeben.

CVP Luzern legt sich für den zweiten Wahlgang nicht fest  (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
CVP Luzern legt sich für den zweiten Wahlgang nicht fest  (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Die Delegierten der CVP beschlossen am Dienstag in Hildisrieden für die beiden noch freien Sitze Stimmfreigabe. Gleichzeitig sprachen sich die Delegierten der FDP in Inwil dafür aus, die beiden bisherigen bürgerlich politisierenden Regierungsräte Paul Winiker (SVP) und Marcel Schwerzmann (parteilos) im zweiten Wahlgang zu unterstützen.

CVP-Parteisekretär Rico De Bona sagte auf Anfrage, von den 274 Anwesenden hätten sich etwa 90 Prozent für Stimmfreigabe und gegen die Variante Konkordanz (Winiker/Bärtsch) ausgesprochen. In der Diskussion sei fast die ganze Palette möglicher Strategien erörtert worden. Der Entscheid für Stimmfreigabe zeige, wie breit die Partei aufgestellt sei.

Klar bürgerlich positionierte sich die FDP. Wie schon vor vier Jahren, empfiehlt sie Winiker und Schwerzmann zur Wahl. Die Delegierten unterstützten am Dienstagabend in Inwil einen entsprechenden Antrag der Parteileitung, wie die FDP mitteilte.

Am Sonntag waren erst drei der fünf Regierungssitze vergeben worden. Unter dem absoluten Mehr blieben Paul Winiker (SVP/bisher), Korintha Bärtsch (Grüne/neu), Jörg Meyer (SP/neu) und Roland Fischer (GLP/neu). Am zweiten Wahlgang werden nur noch Winiker, Schwerzmann und Bärtsch teilnehmen.

Weil Bärtsch mehr Stimmen als Meyer machte, wird die SP im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten, sondern Bärtsch unterstützen. Die Delegierten der SP unterstützten am Dienstagabend diese Taktik der Parteileitung. Der Entscheid sei mit 70 Ja bei vier Enthaltungen gefallen, sagte Parteisekretär Sebastian Dissler auf Anfrage.

Die SP-Leitung begründete den Verzicht auf eine eigene Kandidatur im zweiten Wahlgang damit, dass die Kräfte gebündelt werden müssten. Oberstes Ziel sei es, den 2015 verlorenen rot-grünen Regierungssitz wieder zu erlangen.

Den gleichen Schritt wie die SP machte auch die GLP. Ihr Regierungskandidat Roland Fischer verzichtet ebenfalls zugunsten von Bärtsch auf ein Teilnahme am zweiten Wahlgang.

Am Sonntag waren die beiden bisherigen CVP-Regierungsräte Guido Graf und Reto Wyss gewählt worden sowie Fabian Peter (FDP), der den frei werdenden Sitz seiner Partei verteidigte.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Frauenstreik in der ganzen Schweiz - der grosse Live-Ticker
Schweiz

Frauenstreik in der ganzen Schweiz - der grosse Live-Ticker

Heute findet in der Schweiz der Frauenstreik statt. Der Kampftag für die Gleichstellung der Geschlechter ist sehr dezentral organisiert und geht an vielen Orten mit mannigfaltigen Aktionen über die Bühne. Unser Ticker berichtet laufend:

Töfffahrer stürzt bei Überholmanöver in Sempach
Regional

Töfffahrer stürzt bei Überholmanöver in Sempach

Ein Motorradfahrer ist heute Morgen bei einem Überholmanöver auf der Beromünsterstrasse in Sempach gestürzt. Er zog sich Verletzungen zu und musste ins Spital gebracht werden. Ein am Unfall beteiligter Autofahrer machte sich aus dem Staub.

Der Sensations-Sieger: Gary Woodland - sehr nervenstarker Aussenseiter
Sport

Der Sensations-Sieger: Gary Woodland - sehr nervenstarker Aussenseiter

Das 119. US Open der Golfprofis in Pebble Beach brachte einen Sieger hervor, mit dem kaum jemand gerechnet hatte. Der 35-jährige Amerikaner Gary Woodland hielt die namhafte Konkurrenz um drei und mehr Schläge auf Distanz.

Federer startet gegen Millman
Sport

Federer startet gegen Millman

Roger Federer bekommt bei seinem Einstieg in die Rasensaison die Chance auf Revanche: Der 37-jährige Schweizer trifft beim Rasenturnier in Halle in der 1. Runde auf John Millman (ATP 56). Gegen den Australier war Federer im letzten September am US Open in den Achtelfinals gescheitert. Die Partie ist auf Montag angesetzt.