Bundespräsident Berset tauscht sich mit Präsident Macron aus


Roman Spirig
Regional / 12.09.18 18:21

Bundespräsident Alain Berset hat bei einem offiziellen Besuch in Paris den französischen Präsidenten Emmanuel Macron getroffen. Die beiden Präsidenten sprachen unter anderem über die Beziehungen ihrer beiden Länder und über Europapolitik.

Bundespräsident Berset tauscht sich mit Präsident Macron aus  (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Bundespräsident Berset tauscht sich mit Präsident Macron aus (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)

Diskutiert wurden die Bedeutung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen der Schweiz und Frankreichs. Ein Thema des Treffens war auch der rege Austausch im Forschungsbereich, wie Bersets Departement des Innern (EDI) am Mittwoch mitteilte.

Im Gespräch über Europapolitik habe Berset betont, dass nicht nur gemeinsame Interessen die Schweiz, Frankreich und die EU verbänden. Auch fundamentale Werte und enge Zusammenarbeit, etwa bei der Friedensförderung und den Menschenrechten, wirkten verbindend.

Berset erläuterte in Paris auch den Stand der Verhandlungen zum institutionellen Rahmenabkommen. Zur Sprache kam auch der Brexit. In den Gesprächen über Krisen und Konflikte in Gebieten ausserhalb der EU hätten beide Seiten für eine Stärkung des Multilateralismus plädiert, schrieb das EDI.

Die Schweiz und Frankreich wollen zu diesem Zweck auf internationaler Ebene weiterhin eng zusammenarbeiten, etwa in der Frankophonie-Organisation. Laut dem EDI verbindet zudem das Engagement für das Internationale Genf Bern und Paris.

Die Schweiz pflegt mit Frankreich gemäss EDI enge und freundschaftliche Beziehungen. 195'700 Auslandschweizerinnen und -schweizer leben in Frankreich, so viele wie sonst nirgendwo. Zudem arbeiten rund 170'000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus dem Nachbarland in der Schweiz.

Einige Zeit trübten mehrere Dossiers das nachbarschaftliche Verhältnis. Diese sind aber bereinigt, insbesondere der Austausch von Steuerdaten und die Besteuerung am Flughafen Basel-Mülhausen.

Am Dienstag hatte Berset in Paris bereits Angel Gurría getroffen, den Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Weltwirtschaftliche Perspektiven und die transatlantischen Handelsfragen standen im Zentrum dieses Gesprächs.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Feuer im Dachgeschoss des Hotels Schaanerhof ausgebrochen
International

Feuer im Dachgeschoss des Hotels Schaanerhof ausgebrochen

Im Hotel Schaanerhof in Schaan FL ist heute Dienstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Personen wurden keine verletzt. Angaben zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens liegen noch nicht vor. Entsprechende Ermittlungen wurden aufgenommen.

Er soll versucht haben Roman Bürki und Co. zu töten - Anklage beantragt lebenslange Haft wegen Anschlags auf BVB-Bus
Sport

Er soll versucht haben Roman Bürki und Co. zu töten - Anklage beantragt lebenslange Haft wegen Anschlags auf BVB-Bus

Rund eineinhalb Jahre nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den mutmasslichen Attentäter gefordert.

Bitcoin fällt zeitweise unter 5'000 Dollar
Wirtschaft

Bitcoin fällt zeitweise unter 5'000 Dollar

Der Preis des Bitcoins ist seit Tagen unter Druck. Zu Wochenbeginn fällt die "Krypto-Leitwährung" zeitweise unter die 5'000 Dollar-Marke. Viele Marktbeobachter sehen das letzte Woche vollzogene Netzwerk-Update beim "kleinen Bruder" Bitcoin Cash als Auslöser für die Talfahrt.

Aus Protest gegen den Papst! Sechs profilierte Schweizerinnen treten aus katholischer Kirche aus
Schweiz

Aus Protest gegen den Papst! Sechs profilierte Schweizerinnen treten aus katholischer Kirche aus

Aus Protest gegen die Gleichsetzung von Abtreibung mit Auftragsmord durch den Papst sind sechs profilierte Schweizer Frauen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) bedauert diesen Entscheid, zeigt aber Verständnis.