Ambri verabschiedet sich von Fans und Kubalik, Biel im Halbfinal, Bern besiegt den "Heim-Nachteil", Langnau meldet sich zurück


Roman Spirig
Sport / 19.03.19 23:05

In den Playoffs der National League qualifizierte sich Biel als zweites Team nach Zug für die Halbfinals. Die SCL Tigers schafften in Lausanne das Break.

Ambri verabschiedet sich von Fans und Kubalik, Biel im Halbfinal, Bern besiegt den Heim-Nachteil, Langnau meldet sich zurück (Foto: KEYSTONE / MARCEL BIERI)
Ambri verabschiedet sich von Fans und Kubalik, Biel im Halbfinal, Bern besiegt den Heim-Nachteil, Langnau meldet sich zurück (Foto: KEYSTONE / MARCEL BIERI)
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Die Bieler setzten sich zuhause gegen Ambri-Piotta nach einem frühen Rückstand 2:1 durch und entschieden die Serie mit 4:1 Siegen für sich. Damien Brunner und Robbie Earl trafen für das Team von Antti Törmänen, das zum zweiten Mal in Folge in den Halbfinal einzog.

Die beiden Mannschaften boten den 6521 Zuschauern in der ausverkauften Arena eine hart umkämpfte Partie. Dem entscheidenden 2:1 für die Bieler durch Robbie Earl (28.) ging ein Fehlpass von Ambris Fabio Hofer voraus.

Dabei war den Gästen ein Start nach Mass gelungen. Noele Trisconi brachte die Leventiner bereits nach 114 Sekunden mit einer schönen Einzelleistung in Führung. Nur drei Minuten später glich Damien Brunner für die Bieler mit seinem ersten Tor in den laufenden Playoffs aus, in dem er Ambris Verteidiger Nick Plastino herrlich aussteigen liess und per Backhand vollendete.

An Chancen auf ein besseres Resultat fehlte es Ambri nicht. In der 4. Minute vergab Jiri Novotny eine gute Möglichkeit zum 2:0, kurz nach Spielhälfte scheiterte der Tscheche trotz eines offenen Tores am Pfosten (32.). Ausserdem rettete der viel Sicherheit ausstrahlende Bieler Keeper Jonas Hiller nach einem Ablenker von Trisconi (22.) spektakulär. Dennoch war der Sieg der Seeländer, die zum zweiten Mal in Folge im Playoff-Halbfinal stehen, nicht gestohlen.

Ambri kann trotz des Scheiterns mit der Saison zufrieden sein. Kaum einer hatte den Tessinern die erste Playoff-Qualifikation seit 2014 zugetraut. Gegen Biel gewannen sie allerdings nur eines von neun Saisonduellen.

Mit diesem Spiel verabschiedete sich auch Ambri-Star Kubalik von den Tessinern. Einer der besten Ausländern aller Zeiten verlässt damit die Liga und versucht sich als nächstes in der NHL. Es ist davon auszugehen, dass die Leventiner ihren geliebten Star kaum je wieder in einem Ambri-Dress sehen werden. Ihm wird zumindest eine grosse Karriere in Nordamerika prophezeit. Dementsprechend gab es neben "Kuba"-Gesängen auch einige bittere Tränen zum Abschied im Ambri-Fan-Anhang zu sehen. Gleichermassen applaudierten die Fans ihrem Team, das sie in dieser Saison mit dem 5. Platz in der Qualifikation derart begeistert hatte. Ambri war die grosse Überraschung dieser Spielzeit.

Wer folgt noch in die Halbfinals?

Noch nicht entschieden ist die Serie zwischen Lausanne und den SCL Tigers. Die Emmentaler meldeten sich nach zuletzt drei Niederlagen in Serie eindrücklich zurück, siegten im Waadtland gleich 5:1 und vermieden damit das frühzeitige Saisonende. Nolan Diem traf für die Gäste zweimal, am Donnerstag kommt es in Langnau zu Spiel 6.

Zwischen Qualifikationssieger Bern und Genève-Servette musste zum dritten Mal in dieser Serie die Verlängerung die Entscheidung bringen. Die ersatzgeschwächten Genfer - Trainer Chris McSorley standen nur drei Ausländer zur Verfügung - lagen nach 25 Minuten und einer Doublette von Daniele Grassi 0:2 zurück, ehe zweimal Arnaud Jacquemet im Powerplay und Noah Rod in Unterzahl mit drei Toren zwischen der 30. und 40. Minute die Wende schafften. André Heim rettete das Heimteam mit dem Ausgleich zum 3:3 in der 52. Minute in die Overtime.

(sda / Central Redaktion)


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