Am Streckenrand: Lob und Freude pur auf der ganzen Linie


Roman Spirig
Regional / 10.06.18 20:33

Das erste Autorennen in der Schweiz seit 1954 und dem Verbot von Rundstreckenrennen nach der Le-Mans-Katastrophe 1955 mit 86 Todesopfern begeisterte auf der ganzen Linie.

Am Streckenrand: Lob und Freude pur auf der ganzen Linie  (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
Am Streckenrand: Lob und Freude pur auf der ganzen Linie (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)

Unter den gegen 150'000 Zuschauern gesellte sich auch viel Prominenz: Neben Super-Model Naomi Campell und vielen Polit-Grössen waren auch der sechsfache Motorrad-Weltmeister Max Biaggi, die Ski-Stars Lara Gut (mit Fussballer Valon Behrami) und Didier Cuche sowie Rad-Legende Fabian Cancellara und Snowboard-Star Iouri Podlatchikov anwesend. Die Formel 1 vertraten u.a. Emerson Fittipaldi (drehte eine Showrunde im Elektroauto), Felipe Massa (fährt nächste Saison in der Formel E für das Venturi-Team, bei dem Oscar-Gewinner Leonardo DiCaprio Mitbesitzer ist) und Mark Webber. Auch der ehemalige Formel-1-Teamchef Peter Sauber gab sich die Ehre: "Fantastisch, was hier gemacht worden ist. Die Formel E hat seine Berechtigung, es kommt ja der Tag, an dem nur noch Elektroautos auf der Strasse fahren werden."

Nicht ins gleiche Horn bläst der aktuelle Formel-1-Chef Chase Carey: "Formel-E-Rennen sind mehr eine Strassen-Party denn ein Sport-Event", liess er sich zitieren. Zürich hat gezeigt, dass Party UND Sport möglich sind. Nicht nur Rennsport-Fans kamen auf ihre Kosten. Auch ganze Familien hatten ihren Spass mit einem kühlenden Bad im See, an den zig multi-kulti Verpflegungsständen, an den Autogrammstunden oder am Rennauto-Simulator.

"Alles war fantastisch", erklärte der spanische Unternehmer und Formel-E-Gründer Alejandro Agag. Auch OK-Chef Pascal Derron war am Renntag ganz entspannt: "Bis auf einige Details lief alles so wie geplant. Ich kann den rund 3000 Mitarbeitern nur meinen Dank aussprechen."

Formel-E-Chef Agag hat mit dem Weltverband FIA einen Vertrag bis 2038, exklusiv Elektroautorennen zu bestreiten. Auch immer mehr Automobil-Hersteller sagen ja zu Elektrorennen: Nissan (löst Renault ab) und BMW kommen in der Mitte Dezember in Saudi-Arabien startenden neuen Meisterschaft, ein Jahr später steigen auch Porsche und Mercedes ein. Für beide keine Alibi-Übung: Porsche stieg aus Langstrecken-WM aus, Mercedes hört in der DTM auf.

(sda)


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