35 Millionen Franken für Wasserbau an Ron und Kleiner Emme


Roman Spirig
Regional / 03.12.19 00:01

Der Luzerner Regierungsrat hat dem Parlament zwei Sonderkredite über insgesamt 35 Millionen Franken beantragt, um die Ron und die Kleine Emme zu renaturieren und hochwassersicher zu machen. Er will beide Flüsse aufweiten lassen.

Die kleine Emme - hier 2002 als sie über die Ufer trat und für viel Arbeit sorgte (Foto: KEYSTONE / GUIDO ROEOESLI)
Die kleine Emme - hier 2002 als sie über die Ufer trat und für viel Arbeit sorgte (Foto: KEYSTONE / GUIDO ROEOESLI)

Für den Hochwasserschutz und die Revitalisierung der Ron in den Gemeinden Buchrain, Ebikon, Dierikon und Root beantragt die Regierung einen Sonderkredit über 22 Millionen Franken, wie sie in der Botschaft an den Kantonsrat schreibt, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Von den Kosten dürften nach Abzug von Beiträgen 7,8 Millionen Franken am Kanton hängen bleiben.

Die Ron fliesst aus dem Rotsee in die Reuss und sorgte in den Jahren 2005 und 2007 für Überflutungen. Dem will der Kanton nun mit einer Gerinneaufweitung auf einer Strecke von 4,9 Kilometern zwischen der Brücke Neuhaltenring und der Mündung in die Reuss Abhilfe schaffen.

Dank des zusätzlichen Raums für den Wasserlauf könne man auf zusätzliche Dämme und Mauern weitgehend verzichten. Allerdings seien wegen der Bachverbreiterung mehrere Brücken zu erneuern.

Die Aufweitung ermögliche gleichzeitig eine vielfältige Gewässergestaltung, womit man Schutzziele für die Gewässerlebewesen berücksichtigen könne. Vorgesehen sind zudem neue Gewässerunterhaltswege, Aufenthaltsbereiche am Fluss und flache Böschungen, was die Naherholungsfunktion der Ron verbessere. 2021 sollen die Bauarbeiten beginnen, die bis 2023 dauern.

Der zweite beantragte Sonderkredit für Arbeiten an der Kleinen Emme im Bereich Emmenweid kurz vor der Einmündung in die Reuss in der Stadt Luzern beläuft sich auf 13,2 Millionen Franken. Hier rechnet der Kanton mit Eigenkosten von 7,3 Millionen Franken.

Es handelt sich um ein Teilprojekt des sich auf über 23 Kilometer erstreckenden Hochwasserschutzes an der Kleinen Emme. Im auszubauenden Flussabschnitt ist die Kleine Emme stark verbaut. Der Flusslauf soll aufgeweitet, dessen Sohle strukturiert und die Längsvernetzung sichergestellt werden. Die Bauarbeiten sollen in den Jahren 2020 und 2021 ausgeführt werden.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Versicherungsschutz für Geldtransporte per sofort eingestellt
Schweiz

Versicherungsschutz für Geldtransporte per sofort eingestellt

Der Versicherer für die Geldtransporte der Post hat den Versicherungsschutz für Geldtransporte nach Daillens VD nach dem Überfall von Anfang Dezember per sofort eingestellt. Das erschwert die Versorgung der Bevölkerung in der Westschweiz mit Bargeld.

Kambundji verzichtet auf die Hallensaison
Sport

Kambundji verzichtet auf die Hallensaison

Mujinga Kambundji lässt im Olympiajahr 2020 die Hallensaison aus. Die WM-Dritte von Doha über 200 m will sich genügend Zeit für einen sauberen Aufbau hinsichtlich der Spiele in Tokio und der anschliessenden Europameisterschaften Ende August in Paris lassen.

Sperre gegen Sven Schurtenberger aufgehoben
Schwingen

Sperre gegen Sven Schurtenberger aufgehoben

Der Eidgenössische Schwingerverband ESV hat die für 2020 verhängte Sperre gegen den zweifachen Eidgenossen Sven Schurtenberger aufgehoben. Damit kann der 28-jährige Luzerner an allen Festen teilnehmen.

Podladtchikov verschiebt Comeback
Sport

Podladtchikov verschiebt Comeback

Snowboard-Olympiasieger Iouri Podladtchikov hat sich von seinem Achillessehnen-Riss vom Februar noch immer nicht ganz erholt und verzichtet deshalb laut der "NZZ" auf den Halfpipe-Weltcup-Auftakt in Copper Mountain im amerikanischen Bundesstaat Colorado.