2. Gang: Reichmuth und Glarner büssen wohl letzte Chance ein


Eliane Schelbert
Schwingen / 24.08.19 11:37

Die Reihe der Anwärter auf den Titel des Schwingerkönigs am Eidgenössischen Fest in Zug lichtet sich bereits nach dem 2. Gang.

2. Gang: Reichmuth und Glarner büssen wohl letzte Chance ein (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
2. Gang: Reichmuth und Glarner büssen wohl letzte Chance ein (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Pirmin Reichmuth, der 198 cm grosse Chamer Modellathlet und vierfache Sieger in dieser Saison, musste dem Nichteidgenossen Dominik Roth vom Berner Verband völlig unerwartet einen gestellten Gang zugestehen. Zum Auftakt hatte Reichmuth gegen Christian Stucki verloren. Ein Schwinger mit mehr als einem nicht gewonnenen hat erfahrungsgemäss kaum noch Aussichten, in den Schlussgang vorzustossen.

Und ebenfalls nach zwei Gängen ist es so gut wie sicher, dass in Zug ein neuer König gekrönt werden wird. Dies kommt nicht überraschend, nachdem Titelverteidiger Matthias Glarner nach seinem fürchterlichen Sturz von der Gondel im Juni 2017 nie mehr ganz zu seiner einstigen Stärke hat zurückfinden können. Nach der Niederlage im 1. Gang gegen Armon Orlik biss sich Glarner am defensiv starken Nordostschweizer Lars Geisser die Zähne aus. Der Meiringer schwang überlegen, aber zum gültigen Resultat reichte es ihm nicht.

Ganz anders als Pirmin Reichmuth konnte sich Samuel Giger von seiner anfänglichen überraschenden Niederlage auffangen. Der Thurgauer wirkte wesentlich dezidierter als am Morgen in dem aus seiner Sicht enttäuschend verlaufenen Duell mit Nick Alpiger. Giger besiegte Joel Strebel, Nordwestschweizer, souverän.

Für Nick Alpiger selbst sieht es nach dem 2. Gang trotz seinem heroischen Sieg gegen Giger nicht mehr gut aus. Der Aargauer aus Staufen bei Lenzburg verlor gegen den Berner Eidgenossen Patrick Schenk. Noch schlimmer: Alpiger, gerade erst von einer Verletzung genesen, schien sich im Gang gegen Schenk erneut verletzt zu haben. Er verliess den Platz humpelnd. Es zeichnete sich ab, dass er den Wettkampf ganz aufgeben würde.

Die drei Favoriten, die sich am Morgen durchgesetzt hatten, gaben sich auch in der zweiten Passe keine Blösse. Christian Stucki gewann gegen Christoph Bieri, Joel Wicki gegen Simon Anderegg und Armon Orlik gegen Florian Gnägi. Alle drei überdrückten ihre Gegner am Boden, sodass sie nicht die Maximalnote erhielten.

Alle Ranglisten vom ESAF - gibt es hier

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Venedig im schlimmsten Hochwasser seit 50 Jahren
International

Venedig im schlimmsten Hochwasser seit 50 Jahren

Das schlimmste Hochwasser seit über 50 Jahren hat in Venedig schwere Schäden angerichtet. Bürgermeister Luigi Brugnaro schätzt diese im Sender RAI auf mehrere hundert Millionen Euro. Er sprach von "weitreichender Verwüstung". Die Piazza San Marco, die Krypta und das Presbyterium des Markusdoms standen unter Wasser.

Hochwasser in Venedig: Hoteliers klagen über enorme Schäden
International

Hochwasser in Venedig: Hoteliers klagen über enorme Schäden

Nach dem verheerenden Hochwasser in Venedig stornieren auch Touristen ihre Reisen in die Lagunenstadt. Es habe viele Absagen gegeben, sagte Laura Ferretto vom Hotelverband Federalberghi Veneto der Nachrichtenagentur DPA am Donnerstag.

Zentralschweizer Schneepass gilt neu auch auf Airolos Pisten
Regional

Zentralschweizer Schneepass gilt neu auch auf Airolos Pisten

Frau Holle meint es gut mit den Zentralschweizer Wintersportler: Am Wochenende eröffnen die ersten Skigebiete die Wintersaison. Wer den Schneepass löst, kann in 14 Skigebieten den Zugang zu über 600 Pistenkilometern geniessen, neu auch in Airolo TI.

Ärger um Venedigs unvollendeten Flutschutz
International

Ärger um Venedigs unvollendeten Flutschutz

Nach dem verheerenden Hochwasser in Venedig ist ein Streit über den mangelnden Flutschutz der Unesco-Welterbestadt entbrannt. Ein Milliarden-Projekt zum Hochwasserschutz sollte eigentlich schon längst fertig sein - doch Skandale und schleppende Bürokratie verzögerten den Bau immer weiter.